11. November 2021 / 12:25 Uhr

Bezirksliga: Endspiel zwischen dem TSV Hagenburg und dem VfL Bückeburg II

Bezirksliga: Endspiel zwischen dem TSV Hagenburg und dem VfL Bückeburg II

Jörg Bressem
Schaumburger Ztg. / Schaumburger Nachrichten
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Im Hinspiel waren die Hagenburger um Rizgar Akad (rechts) den Bückeburgern immer mindestens einen Schritt voraus. © Daniel Kultau
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Spannung bis zum letzten Spieltag herrscht in der Bezirksliga. Um den letzten Platz in die Aufstiegsrunde kämpfen der TSV Hagenburg und der VfL Bückeburg II.

Im Fußball kommt es meist anders als gedacht - außer bei der Deutschen Meisterschaft. In der heimischen Bezirksligastaffel wird die Frage nach dem Zweitplatzierten tatsächlich erst am allerletzten Spieltag entschieden. Aber nicht der TuS SW Enzen macht dem TSV Hagenburg den Einzug in die Aufstiegsrunde streitig, sondern der VfL Bückeburg II. Das direkte Aufeinandertreffen der beiden Kontrahenten stellt am Sonntag die anderen Spiele komplett in den Schatten, die eigentlich nur noch etwas für Statistiker und Historiker sind.

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„Wer hätte vor Saisonbeginn gedacht, dass ausgerechnet wir die Chance auf die Aufstiegsrunde haben werden?“, will VfL-Trainer Steffen Potthast wissen, und fügt hinzu: „Ich jedenfalls nicht.“ Die Ausgangslage vor dem dramatischen Finale: Dem Gastgeber TSV Hagenburg reicht ein Unentschieden, der Herausforderer VfL Bückeburg II muss gewinnen. „Dazu haben wir große Lust“, meldet Potthast in Richtung Steinhuder Meer nach Hagenburg.

TSV Hagenburg - VfL Bückeburg II (So., 14 Uhr).


Am letzten Sonntag lief es seltsam für den TSV Hagenburg. Er selbst war spielfrei, und doch war er gewissermaßen der Gewinner des Spieltages, weil Enzen patzte und jetzt ein großes Finale in Hagenburg steigt. Die Mannschaft von Felix Dyck und Thomas Siemann muss sich im direkten Duell mit dem VfL Bückeburg II auseinandersetzen, den man beim 5:0-Hinspielsieg klar beherrschte. Wohl auch deshalb lobt Bückeburgs Trainer Steffen Potthast den TSV Hagenburg. Der Gegner sei zu Recht Tabellenzweiter und habe sich die bessere Ausgangslage verdient. „Aber wir haben 90 Minuten Zeit für einen Sieg“, ergänzt er frech. Spieler aus dem Landesligakader des VfL Bückeburg wolle er sich nicht ausleihen. „Wir haben es bis hierhin aus eigener Kraft geschafft, wir werden jetzt auch den Schlusspunkt mit meiner tollen Truppe setzen“, kündigt er an. Felix Dyck sagte schon vor Saisonbeginn voraus, dass es bis zum letzten Spieltag spannend bleibt. „Die Mannschaft, die Zuschauer, das gesamte Umfeld freut sich jetzt auf dieses Spiel“ sagt er. Solche Ereignisse seien es, die den Fußball ausmachen und an die man sich noch lange erinnern wird. Auf Unentschieden zu spielen ist für ihn indiskutabel. „Die Mannschaft ist konzentriert und fokussiert“, sagt er. „Der TSV Hagenburg will gewinnen.“

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MTV Rehren A/R - TuS SW Enzen (So., 14 Uhr).

Kaum fehlte Rehrens erkrankter Chefcoach Raphael Idel am letzten Spieltag, schon gab es eine Niederlage. Das 1:2 in Rinteln hatte allerdings andere Ursachen. „Wir haben nichts abgeschenkt, aber nach dem feststehenden Staffelsieg war es vielleicht auch eine Kopfsache“, erklärte Ko-Trainer Jens Lattwesen das schwache Spiel des Aufstiegsrundenteilnehmers. „Vielleicht fehlten doch die letzten zwei Prozent.“ Die fehlten scheinbar auch dem TuS SW Enzen bei seiner verhängnisvollen Heimniederlage gegen den TSV Algesdorf, mit dem die Mannschaft in 90 Minuten alles verspielte, was sie sich in den Wochen zuvor aufgebaut hatte. Schwacher Start, starke Aufholjagd, bestürzendes Ende - so könnte man die Leistungskurve des TuS SW Enzen beschreiben, der sich schon häufiger wenig zupackend zeigte. „Der Aufstiegsrunde wäre schön gewesen“, sagt Trainer Fabian Stapel.

VfL Münchehagen - SC Rinteln (So., 14 Uhr).

„Mich hat das 2:1 gegen Rehren sehr gefreut, weil wir vorher schon häufiger am Sieg schnupperten“, sagt Rintelns Trainer Uwe Oberländer. Im letzten Spiel der Qualifikationsrunde geht es jetzt zum VfL Münchehagen. Der Vorletzte gastiert beim Letzten, aber nur mit einem sehr deutlichen Sieg mit drei Toren Unterschied könnten die Gastgeber die Rote Laterne noch dem SC Rinteln übergeben, bei dem der rotgesperrt Dominik Schrader fehlt. „Sein Foul war natürlich eine klare Rote Karte“, bestätigt Oberländer, der sich auch freute, dass Rintelns gefühlter 40-Kilo-Mann Alban Ramushi letzten Sonntag das Siegtor erzielte: „Er ist vielleicht kein Idealathlet, setzt sich aber durch.“