15. August 2022 / 09:55 Uhr

Debatte um Berater-Honorare: Bayer-Boss Simon Rolfes nimmt Spieler in die Pflicht

Debatte um Berater-Honorare: Bayer-Boss Simon Rolfes nimmt Spieler in die Pflicht

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Sportchef Simon Rolfes hat sich in die Debatte um Berater-Honorare eingeschaltet.
Sportchef Simon Rolfes hat sich in die Debatte um Berater-Honorare eingeschaltet. © IMAGO/Chai v.d. Laage
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Sportchef Simon Rolfes von Bayer Leverkusen hat in der Debatte um Berater-Honorare die Spieler in die Pflicht genommen und gefordert, dass die Profis selbst für Provisionen & Co. aufkommen. Zudem macht er sich für Lizenzierung der Vermittler stark. 

In der Diskussion um Berater-Honorare bei Transfers hat Sportchef Simon Rolfes von Bayer Leverkusen einen Lösungsansatz angeregt. "Für mich wäre es ganz einfach: Der Spieler soll den Berater bezahlen. Vielleicht findet man ein orientierendes Regelwerk, Berechnungsgrundsätze wie in anderen Branchen", sagte der ehemalige Nationalspieler dem Kicker. Zudem sprach sich Rolfes für die vom Weltverband FIFA angestrebte Wiedereinführung der Lizenzen für Berater aus. "Ich halte Professionalisierung, Stichwort Lizenz, für richtig", meinte der 40-Jährige.

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Der von der FIFA begonnene Reformprozess werde jedoch dauern, räumte Rolfes ein. Grund dafür seien die geplanten Limits für die Provisionen. Diese sollen angeblich bei drei bis sechs Prozent des Jahresgehalts des Spielers, maximal zehn Prozent der Transfersumme liegen. "Es wird Klagen geben gegen die Obergrenzen, doch die Richtung stimmt, und gute Agenturen werden davon profitieren", sagte Rolfes.

Allein Borussia Dortmund hatte DFL-Angaben zufolge in der Bundesliga-Saison 2020/2021 insgesamt rund 33 Millionen Euro an Berater und Vermittler überwiesen. Hinter dem BVB gaben RB Leipzig und der FC Bayern mit jeweils gut 25 Millionen am meisten für diesen Bilanz-Posten aus.