25. Juni 2022 / 15:29 Uhr

Dank Top-Transfers auf Augenhöhe mit Bayern? Warum der BVB besser auf RB und Bayer schauen sollte

Dank Top-Transfers auf Augenhöhe mit Bayern? Warum der BVB besser auf RB und Bayer schauen sollte

Heiko Ostendorp
RedaktionsNetzwerk Deutschland
 Trotz Transfers von Sébastien Haller, dessen Wechsel von Ajax Amsterdam sicher sein soll, und Niklas Süle glaubt RND-Sportchef Heiko Ostendorp nicht an eine fruchtende BVB-Attacke auf den FC Bayern.
Trotz Transfers von Sébastien Haller, dessen Wechsel von Ajax Amsterdam sicher sein soll, und Niklas Süle glaubt RND-Sportchef Heiko Ostendorp nicht an eine fruchtende BVB-Attacke auf den FC Bayern. © IMAGO/Sven Simon/Revierfoto/Montage
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Borussia Dortmund hat sich in diesem Sommer namhaft verstärkt. Mit Sébastien Haller steht der Ersatz für Erling Haaland laut übereinstimmenden Medienberichten bereits fest. RND-Sportchef Heiko Ostendorp warnt die BVB-Fans allerdings davor, in Euphorie zu verfallen. Die Konkurrenz hat nicht geschlafen.

Der Nächste, bitte!

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Auch wenn die Verpflichtung von Sébastien Haller erst im Juli offiziell wird, steht bereits fest: Borussia Dortmund rüstet weiter mächtig auf und hat mit dem Transfer des Stürmers von Ajax Amsterdam einen weiteren Hochkaräter an Land gezogen. Nach Niklas Süle (FC Bayern), Nico Schlotterbeck (SC Freiburg), Karim Adeyemi (RB Salzburg) und Salih Özcan (1. FC Köln) ein Spieler aus dem oberen Regal, der perfekt ins Anforderungsprofil des neuen BVB passt – Hut ab, Sebastian Kehl!

Aber kann Haller den abgewanderten Superstar Erling Haaland tatsächlich ersetzen? Wohl kaum. Und sind die Schwarz-Gelben durch die Top-Transfers auf Augenhöhe mit dem FC Bayern? Eher nicht.

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Natürlich sind die BVB-Fans aktuell euphorisiert und erhoffen sich dank der prominenten Neuzugänge und auch der Tatsache, dass "Pokalheld" Edin Terzic wieder das Trainerkommando übernimmt, endlich mal wieder einen ernsthaften Angriff auf den Zehnmal-in-Folge-Meister – doch das ist leider die falsche Denke.

Noch mehr Optionen: Der FC Bayern wird schwieriger zu stoppen sein

Zur Erinnerung: Die Münchner haben in der Zwischenzeit ihr ohnehin schon opulentes Portfolio um Ryan Gravenberch und Noussair Mazraoui (ebenfalls beide von Ajax) erweitert und mit Sadio Mané einen echten Weltstar an die Isar gelockt. Julian Nagelsmann hat in seinem zweiten Trainerjahr noch mehr Optionen, wird noch mehr gereift und noch schwieriger zu stoppen sein.

In Dortmund sollte man sich deshalb lieber mit anderen Konkurrenten – und zwar denen im Kampf um Platz zwei – beschäftigen, denn auch in Leipzig und Leverkusen haben die Bosse den Sommer nicht im Freibad verbracht. Die beiden Champions-League-Teilnehmer haben mit Adam Hlozek (Leverkusen) und Xaver Schlager (Leipzig) zwar bislang nicht so hart auf dem Markt zugeschlagen wie Dortmund, konnten im Gegensatz zu den Borussen ihre Superstars aber halten. Bei Bayer verlängerten Florian Wirtz und Patrik Schick ihre Verträge, bei RB nun Christopher Nkunku, den ganz Europa jagte – drei bärenstarke Zeichen.

Bei der geplanten Attacke auf die Bayern sollte der BVB auch deshalb den Rückspiegel lieber nicht vorzeitig abschrauben. Sonst könnte es mal wieder ein böses Erwachen geben.

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