01. Januar 2022 / 19:18 Uhr

Moriba, Siquet und Co.: Auf diese zehn Talente kann sich die Bundesliga 2022 freuen

Moriba, Siquet und Co.: Auf diese zehn Talente kann sich die Bundesliga 2022 freuen

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Dortmunds Abdoulaye Kamara (von links), Leverkusens Zidan Sertdemir, Freiburg-Neuzugang Hugo Siquet und Leipzigs Ilaix Moriba zählen zu den großen Bundesliga-Talenten.
Dortmunds Abdoulaye Kamara (von links), Leverkusens Zidan Sertdemir, Freiburg-Neuzugang Hugo Siquet und Leipzigs Ilaix Moriba zählen zu den großen Bundesliga-Talenten. © Getty Images/IMAGO/Revierfoto/Uwe Kraft/Panoramic International/motivio (Montage)
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Einige Bundesliga-Talente warten noch auf den Durchbruch. Im kommenden Jahr stehen viele Spieler wieder auf dem Sprung nach oben. Youngster wie Ilaix Moriba von RB Leipzig oder Freiburg-Neuzugang Hugo Siquet stehen vor einer großen Zukunft. Der SPORTBUZZER gibt einen Überblick: Auf diese zehn Bundesliga-Talente können sich die Fans im Jahr 2022 freuen.

Jude Bellingham von Borussia Dortmund, Florian Wirtz von Bayer Leverkusen oder auch Jamal Musiala vom FC Bayern - dieses Trio gehört in der Bundesliga zu den größten Talenten. Bellingham, Wirtz und auch Musiala spielen in ihren Klub bereits eine große Rolle. Welche Youngster können in ihren Vereinen ähnliches schaffen? Der SPORTBUZZER stellt ein paar Talente vor, die bisher in der Bundesliga noch keine große Rolle gespielt haben - diese Namen sollten die Fans im Jahr 2022 ganz genau im Blick haben.

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Ilaix Moriba (RB Leipzig, 18 Jahre)

RB Leipzig verpflichtete im vergangenen Sommer mit Ilaix Moriba das wohl begehrteste Talent aus Spanien. Der 18-Jährige durchlief zehn Jahre lang die berühmte Talenteschmiede La Masia des FC Barcelona. Die Sachsen statteten den Mittelfeldspieler einen Vertrag bis Sommer 2026 aus - rund 15 Millionen Euro zahlte RB den Katalanen. "Ein spannender Verein, der schon immer einen offensiven Spielstil pflegt und damit total gut zu meinem Spiel passt", sagte Moriba nach seinem Wechsel und betonte: "Ich bin überzeugt, dass Leipzig der ideale nächste Schritt für meine Karriere und Weiterentwicklung ist – das war letztlich auch der Grund für meine Wechselentscheidung." Aktuell wartet der ehemalige spanische Nachwuchsnationalspieler noch auf den Durchbruch. Unter Neu-Trainer Domenico Tedesco erhält der 18-Jährige eine neue, große Chance. Bis 2026 steht Moriba bei den Sachsen unter Vertrag.

Burak Ince (Arminia Bielefeld, 17 Jahre)

Am 20. Januar erfolgt der Wechsel des türkischen Top-Talents nach Ostwestfalen. Warum dieses Datum? Am 20. Januar 2022 feiert Burak Ince seinen 18. Geburtstag. Der Mittelfeldspieler vom türkischen Zweitligisten Altinordu FK unterzeichnete bei Arminia Bielefeld einen Vertrag bis 2025. "Burak ist ein sehr beweglicher und technisch versierter Spieler – ein großes Talent und ein richtiger Straßenkicker", sagte Arminia-Trainer Frank Kramer. Ince soll direkt bei den Profis trainieren und Einsatzzeiten erhalten. Ince hält in der Türkei sogar einen Rekord. Er ist der jüngste Spieler, der jemals in der zweiten türkischen Liga eingesetzt wurde und ein Tor erzielt hat. Der 17-Jährige freut sich schon jetzt auf die Herausforderung beim DSC: "Die Bundesliga gehört zu den Top 5-Ligen Europas, und Arminia Bielefeld legt großen Wert auf junge Spieler. Ich habe hier die familiäre Atmosphäre erlebt und wurde herzlich aufgenommen. Ich bin überzeugt, dass ich mich hier weiterentwickeln werde."

Zidan Sertdemir (Bayer Leverkusen, 16 Jahre)

Der dänische Nachwuchs-Nationalspieler ist nach BVB-Talent Youssoufa Moukoko der zweitjüngste Bundesliga-Spieler der Geschichte - mit 16 Jahren und 276 Tagen. "Er hat ein sehr gutes Spielverständnis", lobte Bayer-Sportdirektor Simon Rolfes den Sommerneuzugang vom FC Nordsjaelland. Trainer Gerardo Seoane bescheinigte dem 2,5-Millionen-Transfer ein "gutes Positionsspiel zwischen den Linien". Sertdemir fehle aber noch die Physis." Der Mittelfeldspieler ist zwar 1,82 Meter groß, bringt aber nur 71 Kilogramm auf die Wage. Die Wintervorbereitung absolviert der dänische U19-Auswahlkicker komplett mit den Profis. Häufiger zum Einsatz kommen dürfte er im kommenden Jahr in der U19, wo er in elf Spielen auf acht Treffer und zwei Vorlagen kommt. Chance auf weitere Minuten in der Profi-Mannschaft sichert ihm aber auch Coach Seoane zu. Denn in Sertdemir sehen die Bayer-Verantwortlichen ein ähnlich großes Potenzial wie beim zwei Jahre älteren Florian Wirtz. Bis 2024 ist der Däne noch vertraglich an der Werkself gebunden.

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Abdoulaye Kamara (Borussia Dortmund, 17 Jahre)

Abdoulaye Kamara führte im vergangenen Sommer die Reihe der Teenie-Transfers beim BVB fort. Mit der Verpflichtung des früheren Nachwuchsspielers von Paris Saint-Germain sorgte der Revierklub wie auch schon bei den Transfers von beispielsweise Jude Bellingham für Aufsehen. "Abdoulaye ist ein hochveranlagter und noch sehr junger Spieler, der in Paris zuletzt regelmäßig mit den Profis trainiert hat. Wir hoffen, dass er sich nun bei uns im Erwachsenen-Bereich entsprechend weiterentwickelt und den nächsten Schritt macht", sagte Sebastian Kehl, Leiter der BVB-Lizenzspielerabteilung. In der aktuellen Saison kommt Kamara in der U19 und Drittliga-Reserve zum Einsatz. Im Training der Profis ist der defensive Mittelfeldspieler aber immer mit dabei. BVB-Trainer Marco Rose schaut ganz genau hin und erwartet viel vom erst 17-Jährigen: "Er ist ein zweikampf- und spielstarker Mittelfeldspieler, von dem wir uns auch einiges erhoffen. Ich bin gespannt, was da noch kommt."

Caden Clark (RB Leipzig, 18 Jahre)

Caden Clark gehört in den USA zu den größten Talenten und ist mit seinen erst 18 Jahren bereits Nationalspieler. RB verpflichtete den Mittelfeldspieler im vergangenen Sommer für fast zwei Millionen Euro, stattete ihn mit einem Kontrakt bis Sommer 2024 aus und schickte ihn per Leihe wieder zurück nach New York. Dort war er beim Partnerklub absoluter Stammspieler und kam auf vier Tore sowie drei Vorlagen in 24 Spielen. Die RB-Verantwortlichen sollen sehr angetan von den Leistungen des US-Talents sein. Doch die Konkurrenzsituation im offensiven Mittelfeld ist groß. Neu-Coach Domenico Tedesco möchte Clark eine Chance geben und begrüßt ihn am 2. Januar zum Trainingsauftakt in Leipzig. In den Einheiten will sich das Trainerteam einen genauen Eindruck verschaffen. Ist der 18-Jährige schon bereit für die Bundesliga? Zumindest ein paar Einsätze sind Clark zuzutrauen.

Hugo Siquet (SC Freiburg, 19 Jahre)

Erst Anfang Dezember gab der SC Freiburg den Transfer des belgischen U21-Nationalspieler Hugo Siquet bekannt. Der 19 Jahre alte Verteidiger wechselt mit großen Hoffnungen zum 1. Januar von Standard Lüttich in den Breisgau. Siquet kann Rechtsverteidiger sowohl in einer Vierer- als auch in einer Dreierkette spielen. 4,5 Millionen Euro soll der Bundesliga-Klub für den 19-Jährigen ausgegeben haben. "Der SC Freiburg ist ein sehr ehrgeiziger und familiärer Verein, der auf und neben dem Platz meine Werte abbildet. Ich bin voller Vorfreude, bald für Freiburg spielen zu dürfen", sagte Siquet, der in Lüttich unangefochtener Stammspieler ist und auf seiner Position zu den hoffnungsvollsten Talenten des belgischen Fußballs zählt.

Fabio Blanco (Eintracht Frankfurt, 17 Jahre)

Die Freude bei den Eintracht-Fans war im Sommer nach der ablösefreien Verpflichtung des spanischen Top-Talents vom FC Valencia groß. Doch es folgte schnell Ernüchterung. Trainer Oliver Glasner setzte in diesem Jahr noch überhaupt nicht auf den 17-Jährigen. Der spanische U19-Nationalspieler darf zwar mit den Profis trainieren, stand in dieser Serie aber noch nie im Kader der Hessen. Blanco kam in der U19 insgesamt acht Mal zum Einsatz, erzielte dabei zwei Buden. Wirklich wohl fühlte er sich dabei nicht. Laut Glasner habe der Offensivspieler deutlich gemacht, "dass er das nicht will": Eintracht-Sportvorstand nahm zuletzt im Kicker etwas den Druck raus: "Es ist alles im grünen Bereich. Er hat bei uns schon einen guten Schritt gemacht und ist auf einem sehr guten Weg." Im Jahr 2022 dürfte Blanco sein Debüt bei der SGE geben - wenn er Glasner überzeugt.

Anselmo García McNulty (VfL Wolfsburg, 18 Jahre)

Auf den in Sevilla geborenen irischen U19-Nationalspieler setzt der VfL Wolfsburg in Zukunft. Es gab Angebote im Sommer, doch die Wölfe verlängerten mit dem 18-Jährigen bis 2024. Aktuell steht McNulty noch etwas hinten an, darf sich aber immer mehr für den Profi-Kader empfehlen. "Wir sind überzeugt von seinem Potenzial", verdeutlichte VfL-Sportdirektor Marcel Schäfer. Garcia MacNulty war 2019 von Real Betis Sevilla in die VfL-Akademie gewechselt. In dieser Saison spielte er mit der U19 in der Youth League, scheiterte dort aber in der Gruppenphase. Wölfe-Trainer Florian Kohfeldt schaut in den Einheiten nochmal ganz genau hin. Eine Leihe ist möglich. Laut Spox und Goal zeigen die Zweitligisten Werder Bremen und 1. FC Nürnberg Interesse an einer Leihe.

Wahid Faghir (VfB Stuttgart, 18 Jahre)

Ein paar Bundesliga-Minuten erhielt der Sommer-Neuzugang von Vejle BK bereits - und rettete den VfB Stuttgart beim 1:1-Remis gegen Union Berlin in der Nachspielzeit mit einem Treffer. Die Schwaben hatten den Angreifer schon lange auf dem Zettel. Sportdirektor Sven Mislintat sieht in dem Offensivspieler "noch viel Entwicklungspotenzial". Sein bisheriger Weg sei "sehr vielversprechend" verlaufen. Aktuell kämpft Faghir noch um einen Platz im Bundesliga-Kader. In Zukunft dürfte Coach Pellegrino Matarazzo mehr auf den Dänen setzen. "Ich bin sicher, dass er uns mittel- und langfristig einen großen Mehrwert geben kann", sagte der Coach den Stuttgarter Nachrichten.

Sidney Raebiger (RB Leipzig, 17 Jahre)

"Er ist ein großes Talent. Gerade was die Körperlichkeit und die Athletik angeht, wird er noch Zeit brauchen. Aber er hat eine große Gabe und viel Potenzial", sagte der damalige RB-Trainer Julian Nagelsmann einst im Gespräch mit dem SPORTBUZZER. Als 15-Jährige durfte Raebiger schon bei den Profis mitspielen. Ein Jahr zuvor übersprang er bereits zwei Altersklassen und kickte bei der U17 mit. Der zentrale Mittefeldspieler trägt seit 2015 das RB-Trikot und wurde wohl bereits in der U13 vom FC Barcelona beobachtet. Auf sein Bundesliga-Debüt wartet der 17-Jährige noch, im DFB-Pokal kam er beim Sieg in Sandhausen zu einem Kurz-Einsatz. Raebiger gehört zum festen Aufgebot der U19, erzielte dort bereits vier Tore in sechs Partien. Der Vertrag des 17-Jährigen am Cottaweg läuft noch bis 2024.

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