01. November 2021 / 16:21 Uhr

Rennen um Platz 2: Dem TSV Hagenburg fehlen nur noch 50 Prozent

Rennen um Platz 2: Dem TSV Hagenburg fehlen nur noch 50 Prozent

Daniel Kultau
Schaumburger Ztg. / Schaumburger Nachrichten
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Felix Dyck (von links) hat die entspanntest Ausgangslage. Fabian Stapel und Steffen Potthast hoffen auf einen Ausrutscher der Konkurrenz. © Uwe Kläfker
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Zwei Spieltage vor Schluss hat es sich herauskristallisiert: Drei Teams kämpfen in der Bezirksliga noch um den Einzug in die Aufstiegsrunde. Doch wer kann wann jubeln? Ein Überblick.

Einer kann schon mal durchatmen. Der MTV Rehren A/R hat sich bereits zwei Spieltage vor Schluss den ersten Platz in der Fußball-Bezirksliga gesichert. Durchatmen deswegen, weil der MTV deswegen nun im Frühjahr in der Aufstiegsrunde ran darf. Damit steht gleichzeitig fest, dass die Rehrener auch in der nächsten Saison im schlechtesten Fall weiter in der Bezirksliga spielen werden. Der Klassenerhalt ist also perfekt. Doch auch der zweite Rang berechtigt für die Aufstiegsrunde und ist damit die letzte Möglichkeit, um die Liga so früh wie möglich zu halten. Um diesen Platz streiten sich mit dem TSV Hagenburg, dem TuS SW Enzen und dem VfL Bückeburg II noch drei Teams. Welches hat die besten Chancen und in welchem Fall erreicht welche Mannschaft noch den zweiten Platz?

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TSV Hagenburg: Der späte 2:1-Siegtreffer gegen den TuS SW Enzen könnte für die Hagenburger ein extrem wichtiger gewesen sein. Denn die Seeprovinzler haben nun alles in der eigenen Hand. „50 Prozent sind wir gegangen, die restlichen 50 Prozent wollen wir gegen den VfL Bückeburg gehen“, erklärte TSV-Trainer Felix Dyck nach dem Heimsieg gegen die Enzer. Um sicher in die Aufstiegsrunde einzuziehen benötigt die Mannschaft nur einen Sieg im „Endspiel“ gegen die Bückeburger Reserve.

TuS SW Enzen: Das späte Gegentor gegen den TSV Hagenburg war für die Enzer besonders bitter. „Mit dem Unentschieden hätten wir das Zepter in der Hand gehabt“, weiß auch Trainer Fabian Stapel. Das sieht nun anders aus. „Weil wir nun auf fremde Hilfe angewiesen sind, rechne ich mir nichts mehr aus.“ Bei zwei verbleibenden Spielen müssen die Schwarz-Weißen auf Schützenhilfe der Bückeburger Reserve hoffen. Gegen den TSV Algesdorf und den MTV Rehren A/R müssen mindestens vier Punkte her, um am TSV Hagenburg vorbeizuziehen. Gleichzeitig müssen die Enzer hoffen, dass die Bückeburger Reserve die Hagenburger schlägt und gegen den VfL Münchehagen am Donnerstag nicht gewinnt. Sollten der VFL II seine beiden letzten Saisonspiele gewinnen, reichen dem TuS SW Enzen zwei Siege, um die Aufstiegsrunde noch zu erreichen. „Wir haben nun den Anspruch, unsere letzten beiden Spiele zu gewinnen, um überhaupt mitreden zu können. Denn wenn wir unsere Hausaufgaben nicht machen, dann brauchen wir auch nicht auf Andere gucken“, so Stapel.


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VfL Bückeburg II: Fest steht: Wenn der TuS SW Enzen seine beiden letzten Saisonspiele gewinnt, dann kann die VfL-Reserve die Aufstiegsrunde nicht mehr erreichen. Fest steht jedoch auch, dass die Bückeburger die Trümpfe in der eigenen Hand haben, sollten die Schwarz-Weißen Punkte liegen lassen. Voraussetzung dafür ist jedoch ein Sieg am Donnerstag beim VfL Münchehagen. Tritt der ein, gibt es am letzten Spieltag das Endspiel um den letzten freien Platz in die Aufstiegsrunde gegen den TSV Hagenburg. Auch dieses Spiel muss der VfL gewinnen. Mit zwei eigenen Siegen und einem Stolpern des TuS SW Enzen ist für das Potthast-Team also auch noch der frühe Klassenerhalt drin. „Die beste Ausgangslage hat aber natürlich Hagenburg“, weiß auch VfL-Trainer Steffen Potthast. „Und Enzen hat zwei schwere Spiele vor der Brust, wobei es dann auch immer ein bisschen darauf ankommt, inwieweit sich Rehren am letzten Spieltag gehen lässt.“ Der VfL müsse seine Hausaufgaben machen, um die noch theoretische Chance auf die Aufstiegsrunde am Leben zu erhalten. „Wir hätten eine bessere Ausgangssituation gehabt, wenn wir in Rinteln drei Punkte geholt hätten. So ist sie nicht unmöglich, aber auch nur noch theoretisch.“