03. Dezember 2021 / 22:12 Uhr

Trotz Traumstart mit Werder Bremen: Ole Werner sieht "sicher noch Luft nach oben"

Trotz Traumstart mit Werder Bremen: Ole Werner sieht "sicher noch Luft nach oben"

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Trotz des 4:0-Siegs zum Job-Einstand gegen Erzgebirge Aue war Werder-Trainer Ole Werner noch nicht komplett zufrieden.
Trotz des 4:0-Siegs zum Job-Einstand gegen Erzgebirge Aue war Werder-Trainer Ole Werner noch nicht komplett zufrieden. © Getty Images
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Was für ein Start! Werders neuer Coach Ole Werner feiert in seinem ersten Spiel mit den Grün-Weißen einen Kantersieg im Heimspiel gegen Erzgebirge Aue. Die Bremer spielen phasenweise wie befreit auf. Doch der Trainer will die Leistung seines Teams nicht überbewerten.

Einen besseren Einstand hätte sich Ole Werner als Trainer von Werder Bremen nicht wünschen können. Im ersten Spiel unter der Regie des 33-Jährigen deklassierte der SVW Erzgebirge Aue mit 4:0 (2:0) und feierte nach zwei turbulenten Wochen im Anschluss an den Rücktritt von Markus Anfang wegen der Impfpass-Affäre den höchsten Saisonsieg. "Es war ein sehr schöner Abend für alle, die zu Werder halten und natürlich auch für mich“, sagte Werner nach seinem Traumstart, bei dem seiner Meinung nach aber nicht alles zu 100 Prozent passte.

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Werner hatte die Nachfolge von Anfang, gegen den nach wie vor die Staatsanwaltschaft ermittelt, erst zu Beginn der Woche angetreten. Der frühere Coach von Holstein Kiel war damit der vierte Bremer Trainer in den vergangenen vier Spielen. "Es war nach diesen Wochen sehr wichtig für uns, dass wir früh in Führung gegangen sind. Das hat uns Sicherheit gegeben", lobte der Neu-Bremer die frühen Treffer von Romano Schmid (7. Minute) und Milos Veljkovic (19.).

Nach den misslungenen Umstellungen von Interimscoach Christian Brand beim 1:2 in Kiel vor einer Woche schien Werner in den wenigen Tagen bis zum Spiel die richtigen Worte und Ideen gefunden zu haben. Schon im Sommer war der 33-Jährige, der Holstein Kiel fast in die Bundesliga geführt hatte, ein Kandidat in Bremen gewesen. Mit etwas Verspätung feierte er nun sein Debüt an der Weser - und was für eines! Seine Mannschaft wollte er trotzdem aber nicht zu hoch leben lassen. Schließlich hätte Werder noch deutlich höher gewinnen können: "Es war sicher auch noch Luft nach oben, aber unter dem Strich haben wir eine sehr, sehr gute Leistung gezeigt, die umso höher zu bewerten ist nach den vergangenen Tagen."


Ganz anders war es nach Abpfiff um die Stimmung des Gegners bestellt: "Wir hatten uns einiges vorgenommen, dachten schon, dass wir Werder in Verlegenheit bringen könnten. Aber hier hast du nur eine Chance, wenn es lange 0:0 steht und du ein bisschen Glück hast. Wenn du dann so früh das erste Gegentor kassierst, dann wird es schwer", sagte der Sportliche Leiter Pavel Dotchev, der den gelb-gesperrten Teamchef Marc Hensel an der Seitenlinie vertrat. "In der Halbzeit haben wir uns wieder etwas vorgenommen und dann kassiert du sofort das dritte Tor. Dann fehlt dir der Glaube, Werder hat sich dann auch in einen Rausch gespielt."