18. Juli 2021 / 18:42 Uhr

VfL Bückeburg scheitert am TuS SW Enzen

VfL Bückeburg scheitert am TuS SW Enzen

Uwe Kläfker
Schaumburger Ztg. / Schaumburger Nachrichten
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Der VfL Bückeburg wird im Viertelfinale ausgebremst. Der Enzer Kevin Gottwald stoppt Jan-Malte Schwier (links). © Uwe Kläfker
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Landesligist aus Bückeburg muss nach drei Spielen in drei Tagen hohen Belastungen Tribut zollen. SWE-Trainer Fabian Stapel ist trotz des Erfolges im Elfmeterschießen nicht zufrieden.

TuS SW Enzen - VfL Bückeburg 4:1 n. E.

Das Viertelfinale zwischen dem Bezirksligisten und dem eine Spielklasse höher angesiedelten VfL Bückeburg litt vor mehr als 200 Zuschauern unter den Temperaturen und unter den körperlichen Belastungen der letzten Tage. So musste beim VfL Defensiv-Allrounder Nils Rinne bereits nach wenigen Minuten passen, wurde durch Jasper Vogt ersetzt. "Einige Spieler hätten eigentlich eine Pause nötig gehabt", sagte VfL-Coach Torben Brandt, der mit seiner Mannschaft gestern noch in Hameln aktiv war und Freitagabend das Achtelfinale gegen den TuS Niedernwöhren spielte.

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Vor der Pause war der Landesliga das spielbestimmende Team, störte die Enzer früh, die mit viel Respekt an die Aufgabe herangingen. Die Schwarz-Weißen fanden in der Offensive überhaupt nicht statt, die wenigen gewonnenen Bälle waren schnell wieder weg. VfL-Keeper Leon Großkelwing hätte vor der Pause auch in der Kabine bleiben können. „Wir hatten überhaupt keine Spielanteile in der ersten Halbzeit“, monierte SWE-Keeper Fabian Stapel.

Aber der VfL machte zu wenig aus seiner Überlegenheit, spielte zu langsam und ungenau. Wenn Tempo aufgenommen wurde, kam der VfL zu seinen wenigen Möglichkeiten. Alexander Bremer verpasste nach 15 Spielminuten eine Hereingebe von Marvin Steigmann, der nach 15 Minuten später mit einem Schuss aus 16 Metern an SWE-Keeper Jannik Späth scheiterte. Ob Finn-Kristian Fischers Schuss aus 25 Metern als Schuss oder Flanke gedacht war, ist nicht überliefert. Der Ball wäre unhaltbar gewesen, klatschte aber nur an die Latte (40.).

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Kurz vor dem Pausenpfiff dann die beste Möglichkeit des VfL. Marvin Steigmann nahm auf der rechten Seite einen langen Pass von Bjarne-Niels Struckmeier auf, seine scharfe Hereingebe von der Grundlinie verpasste Bremer. Den ersten Nachschuss blockte die Enzen Abwehr in Gemeinschaftsarbeit, den zweiten Nachschuss verzog Steigmann knapp über den Kasten.

Nach dem Seitenwechsel wurde der Bezirksligist munterer, ohne eine überzeugende Vorstellung abzuliefern. Aber es gab Möglichkeiten. Der Kopfball des eingewechselten Jan Köpper verfehlte den Bückeburger Kasten (50.), zwei Minuten zielte Kevin Gottwald etwas zu hoch. Nach einem Pass von Markus Mensching marschierte Kevin Wöbbeking in den Bückeburger Strafraum, bediente Köpper, der aber noch versuchte, Großkelwing auszuspielen - und scheiterte (67.).

Fünf Minuten später verstolperte der Enzer Mittelstürmer eine Vorlage von Marco Kolb und scheiterte erneut an Großkelwing (72.). Die Bückeburger waren mit den Kräften am Ende und nur noch über Standards gefährlich.


„Es tut mir für die Zuschauer leid, aber es ging körperlich nicht mehr. Es war das dritte Spiel in Folge“, erklärte Alexander Bremer die schwache Vorstellung. Im anschließenden Elfmeterschießen versenkten die Enzer vier Bälle, Fischer verzog für den VfL und den Versuch von Niklas Völkening hielt Späth.

„Ich bin dennoch nicht zufrieden mit unserem Spiel, wir haben spielerisch nicht viel aufs Parkett gebracht - obwohl es zweite Halbzeit etwas besser wurde, was aber auch am Abbau der Bückeburger lag“, sagte Stapel. Man habe viel rotiert, „aber ich erwarte da doch mehr“. Der Bückeburger Coach Torben Brandt erklärte die Pleite kurz und knapp: „Wir waren platt, das hat man heute schon gemerkt.“ Im Halbfinale am Freitag wartet jetzt der VfR Evesen.

SWE: Späth, Blume, Mensching, Gottschalk, Faul, Gottwald, Engelhardt, Ruthmann, Buhr, Pluta, Wöbbeking (Auswechselspieler: Heinz, R. Mücke, Kolb, Renz, Köpper, Yetiz, Deckel, Schwarze)

VfL Bückeburg: Großkelwing, Struckmeier, Christian Paul Schwier, Kümmel, Bremer, Steigmann, Rinne, Julian Steinberg, J.-M. Schwier, Schroeder, Fischer. (Auswechselspieler: J. Werner, Perczyk, Buchholz, Matz, Vogt, Schneckener, Druffel, Völkening.